Das Apollo x8p Gen 1 ist ein 16×22-Thunderbolt‑3‑Audiointerface mit 8 hochwertigen Mic-Preamps, HEXA‑Core DSP und sehr guten Wandlern, konzipiert für professionelles Studio-Tracking und -Mixing.
Architektur & Wandlung
Das x8p arbeitet mit 24 Bit und bis zu 192 kHz Samplerate und erreicht einen Dynamikumfang von etwa 129 dB, also eindeutig Oberklasse im Interface-Segment. Die analoge Sektion ist auf niedrige Verzerrungen ausgelegt (THD+N im Bereich von etwa −128 dB bei der x8p‑Variante) und zielt klar auf Mastering‑taugliche Qualität. Insgesamt bekommst du 16 Eingänge und 22 Ausgänge, wovon 8 analoge Ein- und 14 analoge Ausgänge direkt verfügbar sind, der Rest über ADAT und Word Clock. Das Gerät ist als 1U‑Rackgerät ausgeführt und benötigt ein externes 12V‑Netzteil.
Preamps & Unison‑Technologie
Der zentrale Unterschied zur normalen x8 ist die Anzahl der Preamps: Beim x8p sind 8 Unison‑Mic-Preamps verbaut statt 4, was es deutlich attraktiver für Drum-, Ensemble- oder Live‑Recording macht. Die Unison‑Technologie erlaubt die Emulation klassischer Vorverstärker (Neve, API, UA etc.), einschließlich Impedanz‑Anpassung und Gain‑Verhalten, was gerade bei Mikros wie dynamischen Broadcast‑Mics oder Bändchen interessant ist. Zusätzlich gibt es zwei Hi‑Z‑Instrumenteingänge auf der Front sowie einen DB‑25‑Anschluss für weitere Line‑Ins, sodass du flexibel zwischen Mikro-, Line- und Instrument‑Quellen routen kannst. Für Monitoring stehen zwei symmetrische Klinken-Ausgänge für die Main‑Monitore und ein DB‑25‑Ausgang für zusätzliche Lautsprecher/Surround-Konfiguration zur Verfügung.
DSP, Thunderbolt & Workflow
Im x8p steckt ein HEXA‑Core‑DSP mit 6 UAD‑DSP‑Kernen, was deutlich mehr Plugin‑Headroom bietet als die ältere QUAD‑Generation. Über Thunderbolt 3 (zwei Ports, daisy‑chain‑fähig) kannst du die Einheit mit Mac oder Windows verwenden und bei Bedarf mit weiteren Apollo‑Interfaces oder Satellites kaskadieren. Typischer Workflow ist: Tracking über die UA‑Console mit Echtzeit‑Plugins (Preamp‑Emulation, Kompression, EQ, Reverb) bei sehr niedriger Latenz und anschließend Mischungen in der DAW oder in UA’s LUNA‑System, das eng mit den Apollo‑Interfaces verzahnt ist. Für dein Setup als Percussion‑/Drum‑Recordist ist die Kombination aus 8 identischen Preamps, schneller Routing‑Software und hoher DSP‑Leistung sehr praxisnah – du kannst z. B. ein komplettes Drumset mit unterschiedlichen Channel‑Strips in Echtzeit fahren, ohne auf native Ressourcen angewiesen zu sein.
Einschätzung Gen 1 vs. anderen Optionen
Die Gen‑1‑Version der Apollo‑x‑Reihe ist nach wie vor klanglich sehr weit vorne, da die Wandler und Preamp‑Sektion bereits „Elite‑Class“ Niveau haben. Gegenüber vielen USB‑Interfaces im ähnlichen Preisbereich punktet sie mit Thunderbolt‑Latenz, der integrierten DSP‑Plattform und der Unison‑Preamp‑Emulation. Wenn du häufig mit vielen Mikroeingängen gleichzeitig arbeitest (Drums, Percussion‑Set, kleine Ensembles), ist gerade das x8p Gen 1 gegenüber einem x8 oder kleineren Apollo‑Modellen sehr sinnvoll.
Hier ein Testbericht….
Preis: 2100.- €












